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Häusliche Pflege organisieren: die Checkliste für Familien

Aktualisiert am 05.07.2026 · Beträge amtlich geprüft (BMG/SGB XI) · Lesezeit ca. 8 Minuten

Plötzlich Pflegefall — und gefühlt hundert Baustellen gleichzeitig: Anträge, Medikamente, Termine, und die Familie muss sich neu sortieren. Diese Checkliste bringt Ordnung in die ersten Wochen und verhindert, dass eine Person alles allein trägt.

Phase 1: Die rechtliche und finanzielle Basis (Woche 1–2)

Phase 2: Den Alltag aufstellen (Woche 2–4)

Phase 3: Dauerhaft tragfähig machen

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Häufige Fragen

Welche Unterlagen sollten als Erstes geregelt werden?

Vorsorgevollmacht und Patientenverfügung — ohne sie dürfen Angehörige im Ernstfall nicht entscheiden. Danach: Pflegegrad-Antrag, Notfallmappe mit Medikamentenliste und wichtigen Kontakten, Bank- und Versicherungsunterlagen.

Welche Zuschüsse gibt es für den Umbau der Wohnung?

Die Pflegekasse bezuschusst wohnumfeldverbessernde Maßnahmen (z. B. Badumbau, Rampen, Treppenlift) mit bis zu 4.180 € pro Maßnahme — ab Pflegegrad 1.

Wie verteilen wir die Aufgaben in der Familie fair?

Macht die Arbeit sichtbar: Alle Aufgaben (Einkäufe, Arzttermine, Medikamente, Behördenpost) aufschreiben, wöchentlich verteilen und Erledigtes abhaken — digital gemeinsam geführt, sehen alle denselben Stand und niemand trägt unsichtbar die Hauptlast.

Was ist die Verhinderungspflege?

Wenn die Hauptpflegeperson Urlaub braucht oder krank ist, zahlt die Kasse eine Ersatzpflege. Seit Juli 2025 gibt es dafür mit der Kurzzeitpflege einen gemeinsamen Jahresbetrag von bis zu 3.539 € (Pflegegrad 2–5).